Lagerzeitung 2006

KjG Land

Hinfahrt

21:00 Uhr: Alle warten ungeduldig auf die Abfahrt
21:11 Uhr: Der Busfahrer wird ungeduldig
21:16 Uhr: Es geht los (endlich weg von den Eltern)
23:29 Uhr: halbstündige Pause bis Mitternacht
00:00 Uhr: Massimo wird zum Geburtstag ein Ständchen gebracht, der ganze Bus summte Happy Birthday (schrecklich)
00:01 Uhr: die ersten Aufbleibwetten und Einschlafversuche
00:50 Uhr: Jacke nach oben Rucksack noch schnell unter den Sitz stopfen eben noch was zu futtern reinschieben Schuhe anbinden nach hinten legen und pennen
01:05-02:40 Uhr: hab gepennt
restliche Zeit bis 06:45 Uhr: futtern, Comics lesen, futtern, Comics lesen, futtern (zur Abwechslung mal reden) Comics lesen, und hab ich noch was vergessen, ach ja futtern und Comics lesen
Die nächsten drei Stunden bis zum Einzug. Bus und Bahn mal umgekehrt statt zu spät kamen wir zu früh! Das kommt ins Guinessbuch der Rekorde.

FUSSBALL und natürlich trinken wie die Männer und nicht wie die Memmen. Danach: die Zimmer natürlich unter schwerster körperlicher Arbeit werden bezogen. Die Koffer müssen bis zu drei Etagen der Etagenbetten über klapprige Leitern getragen werden. Dabei ist Kinderarbeit doch verboten, oder etwa nicht?

Essen 1. Tag

Mein Freund sah aus dem Fenster und schrie: „Die hängen die Würstchen über den Wäscheständer. So fing das an. Erstmal mussten wir uns an den Zitronentee gewöhnen, da man den Rest hier nur für Geld bekommt. (Leiter sind nämlich gemeine Ausbeuter) und der Tee nur noch besser schmeckt als Brühe, die sich dänische Sprite nennt. Ziemlich ernüchternd. Jeder nur ein Würstchen zum Mittag! Das Abendbrot war damit schon viel besser, da jeder soviel essen konnte, wie er wollte. Es gab Salami, Mortadella (auch genannt Mord im Keller), Käse, Graubrot, Butter, Gurken, Tomaten und Möhren.

Der Eröffnungstag

Es war einmal im Jahre 1832. Die beiden Brüder Grimm - Kalle und Ludwig - stehen vor dem Bankrott.
Warum? Skandal: Holle Ulle hat keine Kissen mehr, Rotkäppchens Korb ist weg, dem Gestiefelten Kater fehlen die Schuhe, dem Prinzen Simon wurde das Schwert entwendet, Hänsel und Gretel besitzen keinen Knochen und dem Jäger fehlen die Pfeile!

Die beiden Brüder stehen kurz vor dem Ende ihrer Kariere, da sie ihre Märchen ohne diese Gegenstände nicht mehr erzählen können.

Zum Glück gibt es die gute Fee, die dank ihrer Kräfte die Gabe besitzt die Zeit anzuhalten und somit unseren tapferen Helfern die Möglichkeit bietet den beiden Brüdern zu helfen!

Nachdem bereits Tags zuvor das Lager bezogen wurde, fanden sich die Helfer aus allen fünf Teilen des Märchenwaldes zusammen um zu beraten, wie man die Gegenstände wieder beschaffen könnte. Zu den Vertretern des Märchenwaldes gehören Stämme wie: Schneewittchen aus dem hohen Norden, Aschenputtel, die das Märchenschloss zum schlafen zur Verfügung stellten, Rotkäppchen, die um zu helfen den Besuch bei der Großmutter vertagten, Hänsel und Gretel, die für alle eine Runde Lebkuchen mitgebracht haben und Rumpelstilzchen, die jeden Abend für ein wohliges Lagerfeuer sorgten.

Nachdem die Stämme den Gebrüdern Grimm bewiesen hatten, dass sie für die Suche bereit waren schworen sie alle die nächsten Tage ihr bestes zu geben um die Gegenstände wieder zu beschaffen.

Am Abend wurde der Ernst der Lage, von der verkleideten Leiterrunde nochmals darstellerisch den Stämmen vor Augen geführt. Dabei stellte sich heraus, dass bei einigen Leitern ein großes Schauspielpotential vorhanden war bzw. immer noch da ist.

Im Anschluss daran ließen alle zusammen den Abend mit einer Party ausklingen.

Ein Hoch auf die Batik AG:

Die Batik AG hat es geschafft dieses Jahr auf den ersten Platz der beliebtesten AGs zu kommen.

Herzlichen Glückwunsch von unserer Redaktion!

Übrigens nur mal so nebenbei: Ihr konntet es nur schaffen, weil die Zeitungs-AG außer Konkurrenz mitmachte. Auf dem zweiten und dritten Platz sind übrigens die Beach und die Jonglier-AG.

Brennballturnier

Am 31.Juli war das Brennballturnier. Alle hatten viel Spaß und rannten, warfen und hielten was das Zeug hält. Doch es kam alles anders, als es sich die einzelnen Stämme erhofft hatten.

Hänsel und Gretel, die beim Völkerballturnier noch erster waren, wurde diesmal nur fünfter. Eine schwere Enttäuschung.

Der Stamm Schneewittchen jedoch, der sonst nur fünfter war, wurde vierter. Alle Mitglieder freuten sich!

Und nun die Platzierungen:

  • 1. Platz: Aschenputtel
  • 2. Platz: Rumpelstilzchen
  • 3. Platz: Rotkäppchen
  • 4. Platz: Schneewittchen
  • 5. Platz: Hänsel und Gretel

In und Out

Der Reporter Massimo Buonerba ging für Sie herum, um herauszufinden was in und was out ist. Es hat ein bisschen gedauert, doch hier haben sie Ergebnisse:

IN: OUT:
- Kino
- Party
- Musik
- Zeitungs-AG
- Simons Bruder
- Tokio Hotel
- US 5
- Lagerrallye
- Jans Umhängetasche
- Batik AG
- Während der Fahrt schlafende Busfahrer
- Kinder, die nicht duschen
- Sanitäre Anlagen

Das waren die Ergebnisse zum Thema In and Out. Ich hoffe, dass sie Interesse an diesem Artikel hatten und wünsche ihnen noch einen schönen Tag.

Lagerrallye

1. Station Ulle (nicht zu verwechseln mit Ulla!)

Bei der ersten Station lagen vier Decken. Alle mussten sich drauflegen und eine Person musste über sich über die anderen Stammesmitglieder rollen. Die Schwierigkeit dabei: Derjenige, der sich rüberrollen musste, hatte einen Becher mit Wasser in der Hand den er, ohne etwas zu verschütten, auf die andere Seite bringen musste.

2. Station Marcel

Bei der zweiten Station musste einer eine Pantomime spielen und die anderen das dazugehörige Märchen herausfinden.

3. Station Moni und Andi

Bei der dritten Station musste man einen steilen Berg herauf und wieder herunter laufen. Bei dem Stamm Hänsel und Gretel passierte allerdings ein Unglück: Carina lief gerade den Berg herunter, als sie ausrutschte und hinfiel. Dabei brach sie sich das Handgelenk. Mit dem Bulli fuhren Andi und Marc los, um Hilfe zu holen. Marc klappte sofort seinen PDA aus, um den Weg zu suchen und die Koordinaten des Unfalls herauszubekommen. An dieser Stelle wurde für den Stamm Hänsel und Gretel die Lagerrallye aus Solidarität beendet. Da aber alle zeitversetzt starteten kann ich ihnen dennoch einen vollständigen Artikel liefern. Ab jetzt sind allerdings alle Angaben ohne Gewähr.

4. Station (mal wieder Marcel)

Bei der vierten Station mussten zweimal fünf Mann mit gigantischen Skiern zwischen Rucksack und Flasche hin und her laufen.

5. Station (schon wieder Marcel? Nein, die Ulle!)

Hier mussten Flaschen aus dem Meer geholt werden, in deren Deckeln Zettel mit Nummern von Liedern steckten. Derjenige, der die Flasche geholt hatte, musste im Liederbuch nach dem passenden Lied suchen und es dann den anderen vorsingen. Der Stamm musste dann erraten, um welches Lied es sich handelt.

Völkerballturnier

A m 29. Juli war das tolle Völkerballturnier des Lagers. Für manche war es ein Erfolg, für manche wiederum nicht. Es ist halt immer wieder dasselbe. Die besten sind meistens die Gewinner. Jede Mannschaft hat es aber verdient zu gewinnen.

Und nun die Platzierungen:

  • 1. Platz: Hänsel und fucking Gretel
  • 2. Platz: Rumpelstilzchen
  • 3. Platz: Aschenputtel
  • 4. Platz: Rotkäppchen
  • 5. Platz: Schneewittchen

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner

Maxi Playback Show

Am siebten Tag stand die Maxi Playback Show an. Alle Leiter die mitgemacht hatten, haben sich verkleidet und wegen zu wenig Materialien, fragten sie auf den Zimmer nach, ob sie z.B. ein Hemd haben könnten. Fast alle Männer sangen Lieder von Frauen. So auch Marcel, der als Paris Hilton seinen Auftritt hatte. Durch seine attraktive Kleidung sah er Paris sehr ähnlich und als er sich erstmal auf Massimos Schoß setzte, fingen manche Mädchen schon an zu schreien. Das Lied „No No Never“ von Texas Lightning war ebenfalls gut. Als einziges Lied wurden dort auch die Musiker (ein Bass, ein Schlagzeug und zwei Gitarristen) in den Vordergrund gestellt. Simon beeindruckte bei „54, 74, 90, 2010“ durch sein Ball hochhalten Künste. Das Lied „don`t cha“ von den Pussycat Dolls war mit Abstand das Beste. Nicht nur das Lied, sondern vor allen der Auftritt war atemberaubend.

Hier jetzt noch einmal die Top 3:

1. Pussycat Dolls
2. Paris Hilton
3. Micki Krause

Haus, Umgebung, Wetter, Meer – Meine Ansicht

Das Haus ist nicht so schön und geräumig, wie das in Visby. Das Gelände war viel kleiner, als das im vorherigen Jahr. Der Rasen war verbrannt. Im Laufe des Nachmittages des ersten Tages, kamen immer mehr Quallen. Manche machten sich nichts daraus. Andere wiederum fingen an, sich mit ihnen zu bewerfen. In der Nähe des Hauses standen ein paar Privathäuser. Der Strand war klein, aber dafür hatten wir ihn fast für uns allein. Die Badezimmer waren teilweise versaut, oder nass – von außen betrachtet. Der Speisesaal war dafür, im Vergleich zu den Zimmern, sehr geräumig. Die waren nämlich dreckig und ein bisschen eng. Schränke waren allerdings ausreichend vorhanden.

Visby Knebel
Die gut aussehenden Häuser sind nicht nur von außen schön, nur ein paar Schränke fehlen. Gut gelegene Ferienanlage, ist ein toller Ort für Spiel und Spaß. Nur die Hygiene und Räumlichkeiten müssten besser werden.

Skandale

  • Raketenangriff: Tag X, Abendrunde Rumpelstilzchen. Diese Abendrunde bleibt für alle unvergesslich! Jan. S begeisterte Kinder, Leiter und Kochfrauen mit einer atemberaubenden Pyroshow. Die Effekte gingen allen sehr nah.
  • Schmollbaum: Mein Freund der Baum. Die Liebe zur Natur wurde dieses Jahr von einigen Kindern sehr ernst genommen, (speziell zu einem bestimmten Baum) um sich vom Turnierrummel und Stress zu erholen.
  • Das echte Finale: Wir hatten einen Ball, ein Spielfeld, ca. 16 Spieler, gutes Wetter, geile Musik UND einen Flitzer mit Dänemarkflagge (wahlweise auch Englandflagge)

Lagerumfrage

Ende gut, alles gut!

Zwei Wochen hatten sich die Stämme in Turnieren und etwaigen anderen Spielen abgerackert, um die gestohlenen Gegenstände wieder zu besorgen.

Dank dem Stamm der Aschenputtel und der guten Fee konnten alle Gegenstände wiederbeschafft werden, damit die Zeit wieder ihre gewohnten Bahnen ziehen konnte. In einer feierlichen Zeremonie wurde das Diebesgut ihren eigentlichen Besitzern zurückgegeben, so dass Frau Holle nun wieder ihre Kissen ausschütten, der gestiefelte Kater wieder mit seinen Stiefeln die Welt bereisen, und der Jäger endlich den bösen Wolf erschießen konnte. Gretel bekam ihren Knochen wieder, damit sie Hänsel aus seiner misslichen Lage befreien konnte.

Und wenn sie alle nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …

Der Dank der Redaktion geht an…

Massimo B, Tim H, und Philipp S., die aufopferungsvoll in ihrer Freizeit jede Minute für das schreiben von Artikeln genutzt haben, um uns diese Zeitung präsentieren zu können.

Ebenfalls danken wir Matthias S. für sein Wissen, seine Erfahrung, seinen Computer und sein Aussehen, das er uns zur Verfügung gestellt hat, Roland P. für seine Connection zu Frau S. und generell für seine “immerwährende“ Anwesenheit. Monika K. und Christoph L. bedanken sich also ganz herzlich für eure Mitarbeit. Ohne euch wäre diese Zeitung nicht möglich gewesen.